Die aus Mexiko stammenden Axolotl haben im Vergleich zu anderen Amphibien einige Besonderheiten. Es ist allgemein bekannt, dass Amphibien nach Verlust eines Körperteils dieses regenerien können, so dass es vollständig nachwächst und das Tier anschließend keine Beeinträchtigung mehr hat. Axolotl können jedoch nicht nur Körperteile regenerieren, sondern sogar ihre Organe. Wie dies möglich sein kann, stellt die Forschung noch immer vor ein Rätsel.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit, die Axolotl aufweisen. Die kleinen Wassermonster verlassen das Larvenstadium nicht, wofür ein angeborener Schilddrüsendefekt verantwortlich ist. Aufgrund dieses Defekts ist die Metamorphose, die Amphibien normalerweise durchlaufen, unmöglich, sodass Axolotl ihr gesamtes Leben im Wasser verbringen.

Der Grund für die Veränderung der Schilddrüsenfunktion ist, dass die Seen, in denen die Schwanzamphibien heimisch sind, nicht austrocknen, sodass es für Axolotl nicht überlebenswichtig ist, die Gewässer zu verlassen. Es kommt selten vor, dass Axolotl eine Metamorphose durchmachen.

Manipulierte Herbeiführung der Metamorphose

Es ist nicht erlaubt, die Metamorphose herbeizuführen, indem die Umstände, unter denen die Axolotl leben, verändert werden. Versucht man es, verstößt man gegen das Tierschutzgesetz, denn diese Experimente sind Tierquälerei.

Werden dem Wasser, in dem die Axolotl leben, die Hormone Thyroxin, Trijodthyronin oder das Thyroidea-stimulierende Hormon hinzugefügt, lässt sich die Metamorphose der Axolotl künstlich herbeiführen. Ein Axolotl, der die Metamorphose durchlaufen hat, verlässt das Wasser und kehrt nur zum Laichen zurück. Vom Aussehen her ähnelt er dem Tigersalamander. Seine Nachkommen werden jedoch ebenfalls nicht von Natur aus zur Metamorphose fähig sein.

Die Herbeiführung der Metamorphose durch Gabe dieser Hormone ist als Tierversuch eingestuft und genehmigungspflichtig. Hat man keine Genehmigung, ist es strafbar, zu versuchen, die Metamorphose bei einem Axolotl auszulösen. Zudem ist es für das Tier sehr gefährlich, wenn man mit Hormonen an ihm herumexperimentiert, denn es kann passieren, dass es dabei stirbt.

Nicht nur, weil es strafbar ist, sondern auch zum Wohl der Tiere sollte man also nicht versuchen, die Metamorphose künstlich herbeizuführen, sondern man sollte sich an den ausschließlich im Wasser lebenden Kiemenatmern erfreuen.